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Schauspieler, Regisseur, Schauspielcoach

  • BERNHARD MURG

AKTUELLES

  • Plakat Gernot Kulis - Herkulis
  • Plakat Harry Lucas - Fortuna
  • Plakat Tricky Niki - Hypochondria
  • Plakat Reset - Alles auf Anfang
  • Plakat Romeo & Julia
  • DVD Richard III
  • Plakat 'Das perfekte Desaster Dinner'

Herzlich willkommen auf der Website des Schauspielers, Regisseurs und Schauspielcoachs Bernhard Murg.

Die neue DVD von "Romeo & Julia"

Die DVD von "Romeo & Julia" ist im Fachhandel erhältlich.

Gernot Kulis - Herkulis

Bernhard Murg inszeniert die neue Show "Herkulis" von Gernot Kulis. Zu sehen ab Oktober 2017 im Globe Wien. Termine & Karten

Harry Lucas - Fortuna

Bernhard Murg inszeniert die neue Show "Fortuna" von Harry Lucas. Zu sehen ab März 2018 im Kabarett Simpl. Termine & Karten

Tricky Niki - Hypochondria

Bernhard Murg inszeniert die neue Show von Tricky Niki. Zu sehen ab Februar 2017 im Kabarett Simpl. Alle Termine & Karten

Reset - Alles auf Anfang

Ab 7. November 2016 spielt Bernhard Murg in der Amnesie-Komödie von Roman Frankl und Michael Niavarani. Sie wurde 2013/14 im Stadttheater Berndorf und vergangenes Jahr bei den Sommerfestspielen Haag zum Hit. Nun geht die Erfolgsproduktion auf Österreich-Tour!

Informationen auf www.globe.wien. Karten sind hier erhältlich.

DVD Box "Richard III"

Die unglaubliche Tragödie von Richard III mit Bernhard Murg, Michael Niavarani und Michael Pink ist auf DVD erhältlich!

DVD "Das perfekte Desaster Dinner"

Das perfekte Desaster-Dinner" mit Michael Niavarani ist auf DVD erhältlich!

BIOGRAFIE

Michael Niavarani interviewt Bernhard Murg

Niavarani: Lieber B. M. Warst du ein guter oder ein schlechter Schüler?

Murg: Was glaubst?

Niavarani: Nachdem ja die meisten Menschen, die einen künstlerischen Beruf ergreifen, erbärmlich schlechte Schüler waren, gehe ich davon aus, dass du dich im hinteren Mittelfeld sehr wohl gefühlt hast.

Murg: Richtig.

Niavarani: Ich kenne das aus meiner eigenen Schulzeit. Ich hatte nur sehr selten die große Ehre, ein Sehr Gut zu erhalten. Und das auch nur in den Fächern, die mich interessierten.

Murg: Mir ging's nicht so: Mich hat gar nichts interessiert.

Niavarani: Trotzdem war's mir den Lehrern gegenüber immer peinlich, ein Nichtgenügend zu bekommen, weil ich mir immer gedacht habe, sie werten es als Ignoranz der Materie gegenüber. Dabei war es einfach nur grenzenloses Desinteresse. Ich halte z. B. die Mathematik für die interessanteste und spannendste Wissenschaft, nur mich interessiert sie leider nicht.

Murg: Wer wird jetzt eigentlich interviewt?

Niavarani: Entschuldige, spreche ich zuviel?

Palais Porcia - Der Widerspenstigen Zähmung

Murg: Na ja ...

Niavarani: Dann komme ich sofort zu meiner nächsten Frage.

Murg: Hoffentlich.

Niavarani: Ich bin ja einer der bekanntesten und beliebtesten Kabarettisten.

Murg: Wo ist die Frage?

Niavarani: Ja, wart ein bisserl. Wie ist es eigentlich, mit mir auf der Bühne zu stehen?

Murg: Ehrlich?

Niavarani: Nein, bitte nicht!

Murg: Wunderbar, jeder Abend eine neue Inspiration. Ich kann so viel lernen, aber was hat das mit diesem Interview zu tun.

Niavarani: Na ja, es geht ja in diesem Interview um dich. Deshalb würde es mich wahnsinnig interessieren, wie gerade du über mich denkst.

Murg: Du wirst es nicht glauben, aber besser als deine Exfrauen.

Palais Porcia - Der Sommernachtstraum

Niavarani: Ok, Ok, Ok! .........Pause. Denkt angestrengt nach. .................................................. .................................................. ..................denkt noch immer angestrengt nach. Wart, ich hab's gleich.

Murg: Ich esse inzwischen noch mal das Menü.

Niavarani: Was gibt's denn?

Murg schaut böse.

Niavarani: Du kannst aber sehr gut böse schauen. Wie oft bist du eigentlich sitzen geblieben?

Murg: Dreimal.

Niavarani: Das darf man?

Murg: Eigentlich nicht, sondern nur mit einem Ansuchen beim Landesschulrat.

Niavarani: Warum bist du so oft sitzen geblieben?

Murg: Na ja, weil ich ein Jahr durch einen Schulwechsel verloren habe. Und die siebte Klasse wollte ich dreimal machen.

Niavarani: War's wirklich so schön?

Murg: Bist du verrückt, nein, weil ich einfach zu cool war. Ich war nicht so oft in der Schule und außerdem hatte mich mein damaliges Umfeld viel zu sehr interessiert.

Niavarani: Mit Umfeld kannst du ja nur deinen ersten Geschlechtsverkehr meinen!

Murg: Nein, ich meine mein Interesse fürs Theater.

Niavarani: Wann bist du zum ersten Mal auf der Bühne gestanden?

Murg: Das war im Rahmen der Bühnenspielgruppe unter der Leitung von Prof. Böhmer. Unser erster Kabarettabend ist ziemlich gut angekommen.

Niavarani: Und du wolltest daraufhin gleich Schauspieler werden.

Murg: Na ja, da hätte ich ja die Schule - so wie du - gleich abbrechen müssen, aber dazu war ich zu feig. Diese Entscheidung finde ich heute richtig, weil ich in dieser Zeit (3mal Siebte) irrsinnig viel erlebt und wichtige Erfahrungen gemacht habe. So bin ich einfach in Graz gesessen und hab mir gedacht, ich brauch nur ein bisserl zu warten und der Peymann (ehemaliger Burgtheaterdirektor) wird schon anrufen. Dem war aber nicht so. Sondern ein Lehrer hat meine Eltern angerufen und gemeint, dass ich doch öfters zum Unterricht erscheinen möge.

Niavarani: Irgendein Fach muss dich doch interessiert haben?

Murg: Ja, Freistunde. lacht.

Niavarani lacht auch. Ich habe Freistunden gehasst. In der Unterrichtsstunde sitzt man unnütz herum und vorne redet einer. Und in der Freistunde kann man nicht mal Zuhören vortäuschen.

Murg: schaut böse.

Niavarani: Schau nicht schon wieder so böse. Du hast aber dann doch die Matura gemacht.

Murg: Ja, und zwar gar nicht so schlecht.

Niavarani: Ich gratuliere.

Murg: Danke.

Niavarani: Gerne.

Pause.

Murg: Frag mich was.

Niavarani: Möchtest du noch einen Kaffee?

Murg schaut böse.

Niavarani: Wie war dein Weg nach der Matura bis heute ins Kabarett Simpl?

Murg: Nach der Matura gings zum Bundesheer.

Niavarani: Das muss ja für einen sensiblen Künstler wie dich unerträglich gewesen sein. Wie hast du das eigentlich überlebt?

Murg: Die Situation beim Bundesheer war eigentlich sehr lustig, wenn man das ganze als einen schlechten Scherz betrachtete. Zuerst wollte ich natürlich Zivildienst machen, aber beim Bundesheer hatte ich die Garantie, in Graz bleiben zu können, sodass ich nebenbei ein kleines Theater in Graz mitaufbauen konnte. Dieses haben wir zu dieser Zeit selber renoviert, und als es zur ersten Premiere kam, hatte ich mich schon an einer Schauspielschule beworben.

Niavarani: Hast du immer schon gewusst, dass du Schauspieler werden wolltest, oder gab es für dich auch Alternativen?

Murg: Das war das Einzige, das mich interessiert hat. Und das ich unbedingt wollte. Es hat natürlich auch mit Kreativität zu tun. Ich war ja der sog. Klassenkasperl, und da musste man immer spontan sein, um seine Mitschüler zum Lachen zu bringen.

Niavarani: Hat dich das auch bei den Lehrern beliebt gemacht?

Murg: Nicht unbedingt. Ich habe die Lehrer polarisiert...

Niavarani: Was soll das heißen?

Murg: Siehst du, das weißt du nicht, weil du keine Matura hast. Sie haben mich entweder geliebt oder gehasst.

Niavarani: Ich nehme an, die meisten haben dich gehasst.

Murg: Nein, es war unentschieden.

Niavarani: Kommen wir wieder zu unserem Beruf. Du spielst ja seit ca. zwölf Jahren mit mir im Kabarett Simpl. Siehst du dich eher als Schauspieler oder als Kabarettist?

Murg: Ich sehe mich als beides. Es sind zwar zwei unterschiedliche Berufe, aber die handwerkliche Basis ist dieselbe. Auch im Kabarett müssen wir ja Figuren spielen. Natürlich sind diese plakativer und klischeehafter und sehr oft überzeichnet. Aber trotzdem stellen wir auch Menschen dar.

Niavarani: Würdest du gerne den Hamlet spielen?

Murg: Ich weiß nicht, hat der viele Lacher?

Niavarani: Wenn du ihn spielst sicher. Kommen wir zurück zur Schauspielschule. Wie kann man sich den Betrieb dort vorstellen?

Murg: Ich habe - im übrigen - meine Schauspielausbildung im Konservatorium der Stadt Wien mit Auszeichnung absolviert.

Niavarani verdreht die Augen und muss gähnen.

Murg: Das war dort sehr anstrengend. Wir hatten teilweise bis zu 12 Stunden Unterricht. Aber es machte mir nicht so viel aus, weil es mich ja irrsinnig interessiert hat. Wir waren auch fast jeden Tag im Theater. Ich habe damals pro Tag nicht mehr als 10 Euro zur Verfügung gehabt, sodass ich mir nicht mehr als eine Wurstsemmel, ein Packerl Memphis und eine Theaterkarte, das waren natürlich billige Restkarten, leisten konnte.

Niavarani: Geh, das gibt's doch nicht - das klingt so typisch nach dem Klischee: Der arme Künstler.

Murg: Das war aber wirklich so. Ich hatte damals 20 Kilo weniger. Und hab natürlich immer von den Vorräten gezehrt, die mir meine Mutter, wenn ich sie in Graz besucht habe, um ihr meine Schmutzwäsche zu bringen, mitgegeben hat.

Niavarani: Wie haben deine Eltern eigentlich deine Entscheidung aufgenommen, Schauspieler zu werden?

Murg: Dankbar, weil ich endlich nach Wien gezogen bin.

Niavarani: Hast du eine Traumrolle, die du unbedingt spielen musst?

Murg: Ja. Den Andrej in dem Stück "Die drei Schwestern" von Anton Tschechow.

Niavarani: Was fasziniert dich an dieser Figur so?

Murg: Der Konflikt zwischen den Ansprüchen, die an ihn gestellt werden und seiner Unfähigkeit, sie zu erfüllen. Modern gesagt: ein Loser.

Niavarani: Spielst du lieber die Loser oder die Helden? Anders gefragt, spielst du dich selbst, oder verstellst du dich gern?

Murg: Natürlich die Loser, die gegen etwas ankämpfen.... die etwas nie erreichen können... das ist doch viel spannender, als die Welt zu retten.

Niavarani: Du hast meine zweite Frage nicht beantwortet: Spielst du dich selbst oder verstellst du dich? Es gibt zwei unterschiedliche Arten zu spielen: In die fremde Figur sozusagen hineinzuschlüpfen, oder die Figur möglichst nahe an der eigenen Persönlichkeit zu spielen.

Murg: Wenn du das so kategorisierst, dann verstell ich mich lieber. Es ist für mich viel interessanter, eine Figur in den Proben auszuloten, zu probieren wie sie sich bewegt wie sie spricht und wie sie denkt. Was der Figur wichtig ist und was sie unternimmt, um ihr Ziel zu erreichen.

Niavarani gähnt. Also ich sag's gleich, ich spiel immer nur mich selber.

Murg gähnt.

Niavarani: Murgsi, Du bist ja nicht nur Schauspieler, du bist ja mittlerweile auch ein sehr beliebter Schauspiellehrer. Wie bist du darauf gekommen, zu unterrichten?

Murg: Angefangen hat es vor dreizehn Jahren mit den Sängerkollegen meiner Frau, die "darstellerische Hilfe" gebraucht haben. Mittlerweile unterrichte ich Leute von der Staatsoper, vom ORF ...

Niavarani: Ist das also so eine Art Coaching oder ...

Murg: ... je nach dem...

Niavarani: Oder kann man bei dir auch seine Schauspielausbildung machen?

Murg: Eine vollständige Ausbildung kann ich nicht ersetzen, weil die Leute an die Schauspielschulen gehen sollen, damit sie das Spiel mit dem Partner erlernen, aber ich bereite sie, unter anderem, für Aufnahmeprüfungen vor.

Niavarani: Wie hoch ist da die Erfolgsquote?

Murg: 80%.

Niavarani: Beachtlich. Was könnte ich eigentlich von dir lernen?

Murg: Beruflich nichts....

Niavarani: Weil ich so gut bin?

Murg: Nein, weil bei dir Hopfen und Malz verloren ist.

Niavarani: Lassen wir das, kommen wir zum Privaten. Ich zähle einmal auf, was ich weiß, also: du bist ein leidenschaftlicher Esser - auch mitten in der Nacht, du kannst eine ganze Tafel Suchard Noisette in 15 Sekunden aufessen, du fährst gerne mit dem Rad und sammelst Bücher zum Thema Theater. Hab ich was vergessen?

Murg: Ja, ich sollte mit dem Rauchen aufhören.

Niavarani: Gut, dann dämpfe deine Zigarette aus. Wir sind eigentlich schon am Ende unseres Interviews. Möchtest du noch irgendetwas sagen?

Murg: Ja. Du zahlst.

Niavarani schaut böse.

SCHAUSPIELCOACH

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für Schauspiel- und Musicalschulen

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Bernhard Murg, Schauspieler, Regisseur, Schauspielcoach
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